Ein Mann, der das größte Geschäft aller Zeiten gemacht hat, ermutigt, in Gold zu investieren

Redaktion IBIS InGold

03. 09. 2021

John Paulson wurde während der Hypothekenkrise zwischen 2007 und 2008 berühmt, als die Wirtschaft für mehrere Jahre einbrach und die Bank Lehman Brothers bankrott ging. Damals prognostizierte er, dass auch die finanziellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Wohnen kollabieren würden. Er und seine Fondsinvestoren machten mit ihren treffenden Prognosen 20 Milliarden Dollar Gewinn.

 

Derzeit empfiehlt dieser Investor „harte“ Vermögenswerte als die effektivste Anlage. In einem Interview mit der Agentur Bloomberg sagte Paulson, er traue weder Papier-noch digitalen Investitionen. 

Kryptowährungen, egal wie sie heute gehandelt werden, werden sich irgendwann als wertlos erweisen. Sobald die Begeisterung nachlässt und die Liquidität versiegt, gehen sie gegen Null“, kommentierte er die Situation im Bereich der heute beliebten Kryptowährungen mit Bitcoin an der Spitze.  

Ihm zufolge werden digitale Investments deutlich an Wert verlieren, auch wenn sie nicht ganz Null erreichen. Diese Vermögenswerte haben nämlich noch keinen ausreichenden historischen Test bestanden, und daher lohnt es sich, die Investitionen in diese auf traditionellere Anlagen, einschließlich Edelmetalle, zu verlagern. 

 

Tradition schlägt Technologie

Obwohl Gold seit jeher eine schützende Hand über dem Wert hält und diesen auch in Krisenzeiten behält, ist es zusammen mit anderen Edelmetallen auch
bei Technologieunternehmen beliebt, die es noch immer zur Herstellung modernster Geräte verwenden. 

Das Metall wird zwar häufig kritisiert, wonach Gold die Eigenschaften als Wertaufbewahrungsmittel verloren hat, aber die Zentralbanken häufen es trotzdem weiter. Und das hat wahrscheinlich seinen Grund. Außerdem ist Gold – verglichen mit dem gesamten Weltbestand an Währungen – nur eine sehr begrenzte Menge. 

Als Investor war ich sehr besorgt, dass meine Vermögenswerte auf US-Dollar lauten“, sagt Paulson. „Ich suchte nach einer anderen Währung und Gold war für mich die beste Wahl.“ 

 

Paulson ist nicht allein

Auch andere Weltmilliardäre teilen diese Ansicht. Zu Edelmetallen tendiert auch Jeffrey Gundlach, Milliardär und erfolgreicher Investor. 

Ich bin überzeugt, dass Gold für viele weitere Jahre die Nummer eins sein wird. Der Dollar wird fallen und das Edelmetall wird um ein Vielfaches wachsen. Momentan hält es Winterschlaf, aber in Zukunft wird es ansteigen“, sagte Gundlach, der den Spitznamen „König der Anleihen“ trägt.

Ähnliche Ansichten teilt auch Steve Forbes, der Gründer des legendären Forbes-Magazins, oder die Gesellschaft Palantir Technologies, die kürzlich sehr überraschte, als sie wie aus dem Nichts Goldbarren im Wert von 50 Millionen Dollar kaufte. 

Die finanz- und währungspolitische Situation war für Gold nie günstiger. Die steigenden Staatsschulden zwingen die Banker dazu, mehr Bargeld freizugeben und eine inflationäre Hölle zu entfesseln. Gold spielt auch die geopolitische Situation in die Karten, die ihre Stabilität verliert und in der es sich lohnt, etwas zu besitzen, womit man überall auf der Welt bezahlen kann. 

Es lohnt sich sicherlich, etwas Geld für den Notfall zu haben, aber die Zukunft von Dollar-gestützten Vermögenswerten ist nicht gerade berauschend. Sie werden vor allem durch die Inflation zerstört, was auf Dauer den Wert nicht nur einzelner Geldanlagen, sondern vor allem ganzer Portfolios schmälert.

Die besten Investoren raten daher, dass es sich lohnt, zu einer harten und universellen Weltwährung zu greifen, die Gold zweifellos ist, wenn Sie sich gegen den Wertverlust Ihres Geldes, sei es auf einem Konto oder in Papieranlagen, wehren möchten.