Goldman Sachs: Zögern Sie nicht und investieren Sie in Gold. Rogers erwartet die längste Aktienkorrektur

Redaktion IBIS InGold

08. 02. 2022

Die US-Investmentbank Goldman Sachs drängt die Anleger, ihre Goldinvestitionen zu erhöhen. Für sie könnte es Sicherheit in einer Welt unsicherer Vermögenswerte bedeuten. Wie weit wird der Goldpreis in diesem Jahr steigen und warum ist dieses Jahr eine einzigartige Gelegenheit für Investitionen? Im folgenden Text erklären wir Ihnen, warum die Investition in Edelmetalle in diesem Jahr nicht nur vorteilhaft, sondern auch notwendig ist.

 

Nachdem die Kryptowährungen in den letzten Wochen maßgeblich zu sinken begannen (insgesamt verloren sie 150 Millionen USD an einem Tag), sandte eine der größten Banken der Wall Street, Goldman Sachs, eine klare Botschaft an ihre Kunden: Zögern Sie nicht, investieren Sie in Gold. Edelmetalle stellen laut der Bank eine wirksame und vielleicht auch die einzige Verstärkung im Kampf gegen hohe Zinsen dar.

„Gold hat sich während des jüngsten Anstiegs der Realzinsen in den USA sehr widerstandsfähig gezeigt“, sagte der Bankengigant. „Unserer Ansicht nach ist es, weil das Metall den Status eines Verteidigungsvermögens hat und gleichzeitig gegen die Auswirkungen der Inflation absichert", fügt er hinzu. Nach Angaben der Bank soll der Goldpreis in einem Horizont von einem halben Jahr auf 2 050 USD steigen, verglichen mit derzeit rund 1 800 USD. Der Unzen-Barren Fortuna würde somit 2 080 EUR kosten.

Die Bank weist auf die aktuelle Entwicklung der Kryptowährungen hin, die zusammen mit den Aktienmärkten eingebrochen sind. Ihrer Meinung nach wird sich der Preisverfall fortsetzen und dem Bitcoin prognostiziert Goldman Sachs einen Preis von nur noch 28 000 USD. Diese Vorhersage widerspricht früheren Vorhersagen, dass der Bitcoin innerhalb von fünf Jahren einen Wert von 100 000 US-Dollar erreichen sollte. Goldman Sachs warnt nämlich vor einem möglichen Popularitätsverlust aufgrund des Energiebedarfs für dessen Mining.

 

Der Experte warnt: Auch Aktien werden fallen

Auch Analysten einer anderen US-Bank, der Bank of America, prognostizieren einen rückläufigen Trend an den Aktienmärkten. Zu ihnen gesellt sich auch Jim Rogers, der Gründer der Investmentgesellschaften Quantum Fund und Soros Fund Management. Ihm zufolge werden die Aktien Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres fallen. Er sagt, dass daran die toxische Kombination aus steigenden Zinssätzen und niedrigeren Unternehmensgewinnen schuld sei. Laut Michael Hartnett von der Bank of America werden die Gewinne vor allem durch die rückläufige Produktionstätigkeit in den USA geschmälert.

„Die Märkte sind seit 2009 am längsten gewachsen und wir werden bald eine deutliche Korrektur erleben. Der nächste Abwärtstrend wird länger dauern als in der Vergangenheit, vor allem wegen der hohen Staatsverschuldung und der hohen Inflation“, sagte Rogers. Auch er würde angeblich hauptsächlich auf Gold und Silber setzen.

Auch der US-Index der Technologieunternehmen NASDAQ beispielsweise durchläuft derzeit eine Korrektur aufgrund eines Rückgangs von bis zu 20 %. Trotz nach wie vor starker Fundamente und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird der Aktienmarkt Experten zufolge von großer Unsicherheit begleitet. Aber geopolitische Spannungen und die Politik der FED werfen Fragen auf, die selbst solide Fundamente erschüttern können.