Jim Rogers: „An eine so angespannte Wirtschaftslage kann ich mich nicht erinnern. Ich werde bestimmt nach Metallen greifen.“ 

Redaktion IBIS InGold

11. 12. 2020

Die Schulden, die die US-Regierung auf sich genommen hat, oder das Geld, das die FED eifrig druckt, stellen einige der größten Risiken für 2021 dar. Der Investor und Mitbegründer des Anlagefonds „Quantum Fund“ Jim Rogers beschrieb die größten wirtschaftlichen Bedrohungen für das nächste Jahr. Rogers Vorhersagen gehören zu denen, die sich erfüllen. Er war einer der ersten, der einen „Rohstoffboom“ im Jahr 2000 vorhersagte.

 

Der Vorsitzende von Rogers Holdings und Beeland Interests in Singapur sagte gegenüber Reuters, dass er für das nächste Jahr den Beginn eines sehr schwierigen Zeitraums für die Märkte erwartet. Er erzählte, dass er sich nicht an finanziell anspruchsvollere Momente erinnerte, die die globale Verschuldung der Staaten mit sich bringt. 

„Im Jahr 2008 haben die meisten von uns schwere Zeiten erlebt, weil die Schulden auf der ganzen Welt einfach nicht mehr tragbar waren. Und wenn wir uns dieses Jahr ansehen, stellen wir fest, dass die Verschuldung noch höher ist. Wir können niemals vorhersagen, wie hohe Schulden die Welt tragen kann“, sagte Rogers auf dem Reuters Global Investment Outlook 2020-Gipfel. 

Das Hauptproblem sei seiner Meinung nach die Zentralbank der Vereinigten Staaten von Amerika (FED), die weiterhin Geld druckt und vor allem Geld ausgibt. Die Situation wird sich sicherlich während der Regierungszeit von Joe Biden fortsetzen. Er erwartet, dass Biden die ehemalige FED-Präsidentin Janet Yellen zur Finanzministerin ernennt. 

„Yellen druckt und gibt gerne Geld aus, daher wird sich der Trend, den die Zentralbank propagiert, fortsetzen“, sagte Rogers. Er vertritt die Meinung, dass es notwendig ist, sich vor der Korrektur des US-Dollars zu schützen und in einen sicheren Hafen zu segeln. 

Rogers gab zu, dass er früher Gold als Investition übersehen hatte. Er bemerkt jedoch, dass sein Preis fällt und plant, diese Gelegenheit zu nutzen, um sich gegen die oben genannten „Schreckgespenster“ abzusichern.  

Er sagte, er beabsichtige, sowohl in Gold als auch in Silber zu investieren. Er sieht beide Metalle als große Akteure bei der Portfoliodiversifikation.