Präsident der Zentralbank: „Gold repräsentiert die Stärke unseres Landes!“

Redaktion IBIS InGold

11. 06. 2021

Polen wird mindestens 100 Tonnen physisches Gold kaufen. Es will sich so vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise schützen. Gleichzeitig sollte dieser Kauf laut dem Präsidenten der Zentralbank, Adam Glapinsky, der Welt klar demonstrieren, dass Polen eine starke Wirtschaftsmacht ist.

In einem Interview für die Zeitschrift Sieci sagte Glapinski: „Derzeit betragen unsere Reserven rund 229 Tonnen Gold, von denen wir die Hälfte während meiner Amtszeit gekauft haben. Die Goldreserven zeigen unter anderem, wie sich das Land präsentiert und wie es wahrgenommen wird.“

Er fügte hinzu, dass Gold etwa 9% der gesamten polnischen Reserven ausmacht. Glapinski plant jedoch, diese Zahl in seiner nächsten Amtszeit auf bis zu 20% zu erhöhen.

Polen hat seine Edelmetallreserven seit 2018 stetig erhöht. In den Jahren 2018 und 2019 kaufte das Land rund 126 Tonnen Gold. Gleichzeitig wurden weitere 100 Tonnen repatriiert, die sich bis dahin in den Tresoren der Bank of England befanden.

Polen ist jedoch nicht das einzige Land, das seine Goldreserven erhöht. Ein großer Teil der Zentralbanken in Europa und Asien folgt diesem Trend. So haben beispielsweise Ungarn, Indien und China in letzter Zeit große Einkäufe getätigt. Die in den letzten Jahren getätigten Käufe tragen somit dazu bei, dass das Edelmetall unabhängiger vom US-Dollar wird.